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Eduard Mörike

Eduard Mörike

Eduard Mörike (
- 8. September 1804 in Ludwigsburg; † 4. Juni 1875 in Stuttgart) war ein deutscher Lyriker der Schwäbischen Schule, Erzähler und Übersetzer sowie Pfarrer.

Leben

Pfarrer Mörike wurde als siebtes Kind des Medizinalrates Karl Friedrich Mörike geboren. Er hatte insgesamt zwölf Geschwister. 1818 begann er auf Wunsch der Familie ein theologisches Studium in Urach, das er in Tübingen am Tübinger Stift von 1822 bis 1826 fortsetzte. Nach seinem Examen und nach vielen Vikar-Stellen in Württemberg wurde er Pfarrer in Cleversulzbach (1834-1843). Seine§ Mutter und seine Schwester wohnten mit ihm im Pfarrhaus. Ein 1828 erfolgter Versuch, als freier Schriftsteller zu arbeiten, scheiterte. Dieser Phase verdanken wir Gedichte wie Septembermorgen oder Er ist’s. Der Neunzeiler zum Frühlingsbeginn ist eines der meistzitierten deutschen Gedichte. 1832 entstand sein Roman Maler Nolten, der zu den bedeutendsten Werken der 30er Jahre des 19. Jahrhunderts gehört. 1841 verursachte der Tod seiner Mutter schwere Krisen beim Schriftsteller. 1843 zog er sich wegen Kränklichkeit vom Pfarramt zurück und ließ sich 1844, im Alter von 39 Jahren pensioniert, nach einem kurzen Aufenthalt in Schwäbisch Hall in Bad Mergentheim nieder. Er heiratete 1851 Margarethe von Speeth und unterrichtete fortan Literatur in Stuttgart am Königin-Katharinen-Stift Stuttgart sowie später in Lorch. 1852 verleiht ihm die Universität Tübingen den Ehrendoktortitel. Bis 1855 entstanden seine letzten großen Prosawerke. Bis zu seinem Tode verfasste Mörike abgesehen von wenigen Widmungs- und Gelegenheitsgedichten kaum mehr Verse. In der Zeit von 1867 bis 1873 wechselte der Dichter mehrmals Orte und Wohnungen. Die Stadt Fellbach, in der er 1873 wohnte, ehrt ihn mit der regelmäßigen Verleihung des Mörike-Preises. Stuttgart wurde sein fester Wohnsitz bis zum Tode. Er wurde 1875, zwei Jahre nach dessen Eröffnung, auf dem Pragfriedhof in Stuttgart-Nord beerdigt.

Werke

Mörike galt lange Zeit als ein typischer Vertreter des Biedermeier, der die vertraute und enge Heimat besingt. Heute erkennt man das Abgründige in seinem Werk, und die Modernität seiner radikalen Weltflucht. Die Arbeiten Mörikes zählen dabei zu den bedeutenden Werken der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts.
- Gedichte (1838, erweitert: 1848 und 1864)
- Die Regenbrüder (Oper, von Ignaz Lachner komponiert, 1839)
- Classische Blumenlese (Übersetzungen, 1840)
- Maler Nolten (Roman, 1832)
- Das Stuttgarter Hutzelmännlein (1855)
- Mozart auf der Reise nach Prag (Novelle, 1856)
- Der Schatz
- Die Historie von der schönen Lau

Literatur


- Kluckert, Ehrenfried: Eduard Mörike. - Köln : Dumont, 2004
- Lahnstein, Peter: Eduard Mörike. - München : List, 1986
- Armin Gebhardt: Schwäbischer Dichterkreis. Uhland, Kerner, Schwab, Hauff, Mörike. Marburg: Tectum. 2004. ISBN 3-8288-8687-6
- Mörike-Handbuch / hrsg. von Inge und Reiner Wild. - Stuttgart : Metzler, 2004
- Schmid-Lotz, Christa: Eduard Mörike. - Lahr : Kaufmann, 2004
- Mathias Mayer: Mörike und Peregrina. Geheimnis einer Liebe. München: Beck 2004
- Eduard Mörike: Eine phantastische Sudelei. Ausgewählte Zeichnungen. Hrsg. von Alexander Reck. Stuttgart: Betulius Verlag 2004 (120 Seiten mit über 100 farbigen Abbildungen) Zum Gedicht "Er ist 's":
- Winfried Freund: Arbeiter und Gaukler. Wie Uhland und Mörike den Frühling erleben. In: Suevica. Beiträge zur schwäbischen Literatur- und Geistesgeschichte 9 (2001/2002). Stuttgart 2004 [2005], S. 199-207 ISBN 3-88099-428-5

Wirkung


- Denkmal in Stuttgart (4. Juni 1880)
- Nachempfundene Thematik in einem Tatort-Krimi: Die schöne Lau. (SWR)

Weblinks


-
- [http://www.litlinks.it/m/moerike.htm Nachweis von Mörike-Texten (insbesondere Lyrik) im Internet]
- [http://www.ub.fu-berlin.de/internetquellen/fachinformation/germanistik/autoren/multi_lmno/moerike.html Kommentierte Linksammlung]
- [http://www.stuttgart-im-bild.de/html/eduard_morike.html Seite mit Bild und Grab Eduard Mörikes]
- [http://www.eduard-moerike.net KulturRegion Stuttgart feiert 200. Geburtstag von Mörike]
- [http://schwaebischer-heimatbund.de/shb_in_eigener_sache/unsere_zeitschrift/ausgabe_2004_1/leseprobe_i.html Aufsatz über Mörike in Bebenhausen]
- [http://www.er-ists.de/index.htm Neuvertonung von "Er ist´s" (2005) - Gesungen von Kindern der Realschule in Spenge]
- [http://geocities.com/clcing/10.html Wirklichkeit und Dichtung: Zur frühen Dichtung von E.M. -- Disseration Abstract] Morike, Eduard Morike, Eduard Morike, Eduard Morike, Eduard Morike, Eduard Morike, Eduard Morike, Eduard Morike, Eduard Morike, Eduard Morike, Eduard Morike, Eduard Morike, Eduard

8. September

Der 8. September ist der 251. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 252. in Schaltjahren) - somit bleiben 114 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1278 - Das Fürstentum Andorra wird mit dem Paréage-Vertrag gegründet.
- 1504 - Michelangelo präsentiert die legendäre, über 4m hohe David-Statue.
- 1565 - Eine spanische Expedition landet in Florida und gründet die erste ständige europäische Siedlung auf amerikanischem Boden.
- 1565 - Ende der türkischen Belagerung Maltas
- 1755 - Briten und Franzosen bekämpfen sich in der Schlacht am Lake George.
- 1760 - Die Garnison von Montréal kapituliert vor den Briten unter General Jeffrey Amherst. Damit endet de facto die französische Herrschaft in Kanada.
- 1805 - Einmarsch österreichischer Truppen in das mit Frankreich verbündete Kurfürstentum Bayern. Beginn des Zerfalls des Heiligen Römischen Reichs
- 1855 - Die Festung Sewastopol ergibt sich der britisch-französischen Armee; die Niederlage Russlands ist der Anfang vom Ende des siebten Russisch-Türkischen Krieges.
- 1926 - Einstimmige Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund
- 1941 - Nach der Eroberung von Schlüsselburg durch die Wehrmacht beginnt die Belagerung von Leningrad.
- 1943 - Beginn der deutschen Besatzung in Albanien
- 1947 - Die "Exodus"-Passagiere werden von der britischen Marine im Hamburger Hafen vor den Augen der internationalen Presse mit Gewalt von Deck gebracht und in Lager bei Lübeck verbracht.
- 1949 - Adolf Grimme wird Generaldirektor des NWDR.
- 1954 - Nach dem Vorbild der NATO gründet sich in Manila die SEATO, mit dem Ziel, die Ausbreitung des Kommunismus in Südostasien zu stoppen.
- 1974 - US-Präsident Gerald Ford begnadigt den wegen der Watergate-Affäre zurückgetretenen Ex-Präsidenten Richard Nixon.
- 1980 - Gründung der Deutschen Schule New York, USA
- 1991 - Mazedonien wird unabhängig.
- 1999 - Die Annäherung der Schweiz an die EU wird vom Parlament unterstützt.
- 2002 - In Österreich treten die Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (FPÖ) und zwei weitere Minister, ebenfalls FPÖ zurück. Daraufhin kündigt Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) Neuwahlen an.

Wirtschaft


- 1883 - Die Northern Pacific Railroad von Chicago nach Seattle wird vollendet.
- 2000 - Albanien wird Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO).

Wissenschaft, Technik


- 1915 - In England wird der erste von Ingenieur William Tritton entwickelte Panzerkampfwagen fertig gestellt

Kultur


- 1777 - Uraufführung der Oper Medonte, Rè di Epiro von Giuseppe Sarti am Teatro della Pergola in Florenz.
- 1949 - Uraufführung der Operette Abschiedswalzer von Ludwig Schmidseder in Wien.
- 1961 - Unter dem Titel „Unternehmen Stardust“ erscheint Heft 1 der Science Fiction-Serie Perry Rhodan.
- 1966 - Uraufführung der Oper Hero und Leander von Günter Bialas im Nationaltheater Mannheim.
- 1971 - Uraufführung des Theaterstückes Mass von Leonard Bernstein im Kennedy Center in Washington (D.C.)

Religion


- 1907 - Papst Pius X. veröffentlicht die gegen den Modernismus in der Katholischen Kirche gerichtete Enzyklika Pascendi

Katastrophen


- 1900 - Der sogenannte Galveston Hurrikan von 1900 zerstört die texanische Stadt Galveston, die in der Folge zu wirtschaftlicher Bedeutungslosigkeit herabsinkt. Offizielle Berichte schätzen die Anzahl der Toten auf 8000.
- 1905 - Ein Erdbeben der Stärke 7,9 in Kalabrien, Italien fordert etwa 2500 Tote.
- 1923 - Durch einen Navigationsfehler der Geschwaderführung stranden 7 Zerstörer der US-Navy am Point Arguello nördlich von Los Angeles. 22 Tote und der Totalverlust aller 7 Schiffe sind die Folge.
- 1989 - Kopenhagen, Dänemark. Absturz einer Convair 580. 55 Menschen sterben.
- 1994 - Pittsburgh, Pennsylvania, USA. Eine Boeing 737 der USAir aus Chicago stürzt während des Landeanflugs ab, nachdem das Seitenruder außer Kontrolle geraten war. Alle 132 Menschen an Bord sterben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren

Leichtathletik
- 1157 - Richard I. Löwenherz, König von England
- 1207 - Sancho II., vierter König von Portugal aus dem Hause Burgund
- 1474 - Ludovico Ariosto, italienischer Renaissancedichter
- 1591 - Angélique Arnauld, französische Äbtissin
- 1621 - Louis II. de Bourbon, prince de Condé, französischer Feldherr
- 1760 - Luigi Cherubini, italienischer Komponist
- 1774 - Anna Katharina Emmerick, Ordensschwester (im Augustiner-Orden) und Mystikerin
- 1778 - Clemens Brentano, deutscher Schriftsteller
- 1783 - N.F.S. Grundtvig, dänischer Theologe, Philosoph, Nationaldichter und Volkspädagoge
- 1804 - Eduard Mörike, deutscher Lyriker und Erzähler
- 1819 - António Maria de Fontes Pereira de Melo, portugiesischer Politiker und Staatsmann aus der Zeit der portugiesischen Monarchie
- 1830 - Frédéric Mistral, französischer Dichter und Linguist. Literaturnobelpreis 1904
- 1831 - Wilhelm Raabe, deutscher Erzähler
- 1838 - Karl Weyprecht, österreichisch-ungarischer Marineoffizier und Arktisforscher
- 1841 - Antonín Dvořák, tschechischer Komponist
- 1849 - Gustav Schreck, deutscher Komponist (Thomaskantor 1893-1918)
- 1857 - Georg Michaelis, deutscher Jurist und Politiker
- 1864 - Jakob von Uexküll, estnischer Biologe und Philosoph
- 1871 - Franz Karl Ginzkey, österreichischer Dichter und Schriftsteller
- 1873 - Alfred Jarry, französischer Schriftsteller
- 1881 - Harry Hillman, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1893 - Erik Reger, deutscher Schriftsteller
- 1894 - Willem Pijper, niederländischer Komponist
- 1897 - Jimmie Rodgers, US-amerikanischer Musiker
- 1901 - Hendrik Frensch Verwoerd, südafrikanischer Politiker
- 1903 - Milton Brown, US-amerikanischer Musiker
- 1906 - Fritz Schilgen, deutscher Leichtathlet
- 1910 - Jean-Louis Barrault, französischer Schauspieler und Regisseur
- 1910 - Irmfried Eberl, medizinischer Leiter der "Euthanasie"-Anstalten Brandenburg und Bernburg und Leiter des Vernichtungslagers Treblinka
- 1911 - Lee Wallard, US-amerikanischer Rennfahrer
- 1918 - Sir Derek Barton, britischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1920 - Ernst-Alfred Jauch, deutscher Journalist
- 1925 - Peter Sellers, britischer Schauspieler
- 1929 - Christoph von Dohnányi, deutscher Dirigent und Intendant
- 1929 - Harland Howard, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1930 - Mario Adorf, deutsch-italienischer Schauspieler
- 1932 - Patsy Cline, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1933 - Michael Frayn, englischer Schriftsteller
- 1934 - Peter Maxwell Davies, britischer Komponist und Musikpädagoge
- 1934 - Billy Parsons, US-amerikanischer Sänger
- 1935 - John Sylvia, US-amerikanischer Musiker
- 1937 - Helga Hahnemann, deutsche Schauspielerin
- 1938 - Wolfgang Bötsch, deutscher Politiker und Bundespostminister
- 1938 - Wibke Bruhns, deutsche Journalistin
- 1941 - Dante Drawty, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Sal Valentino, US-amerikanischer Sänger
- 1944 - Ulrike Wolf, deutsche Journalistin (Tagesthemen)
- 1944 - Ali Benflis, algerischer Politiker und Premierminister
- 1945 - Kelly Groucutt, britischer Musiker (ELO)
- 1945 - Christiane Krüger, deutsche Schauspielerin (Tochter von Hardy Krüger)
- 1945 - Vinko Puljić, Erzbischof von Sarajevo und Kardinal
- 1946 - Dean Daughtry, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Krzysztof Krawczyk, polnischer Sänger
- 1946 - Ron McKernan, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1947 - Benjamin Orr, US-amerikanischer Musiker
- 1957 - Heather Thomas, US-amerikanische Schauspielerin
- 1962 - Thomas Kretschmann, deutscher Schauspieler
- 1970 - Neko Case, amerikanische Country- und Rocksängerin
- 1971 - David Arquette, US-amerikanischer Schauspieler und Musiker
- 1972 - Markus Babbel, deutscher Fußballspieler
- 1973 - Lorraine Graham, jamaikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1979 - Péter Lékó, ungarischer Schachspieler
- 1979 - Pink, US-amerikanische Sängerin
- 1981 - Jonathan Taylor Thomas, US-amerikanischer Schauspieler

Gestorben


- 394 - Arbogast der Ältere, - fränkischer Feldherr
- 725 - Korbinian, christlicher Missionar in Bayern
- 1102 - Albert von Sabina, als Papst Albert Gegenpapst von Paschalis II.
- 1134 - Alfons I., König von Aragon
- 1613 - Carlo Gesualdo, italienischer Fürst und Komponist
- 1654 - Petrus Claver, spanischer Jesuit, Missionar und Priester
- 1659 - Friedrich V. von Baden-Durlach, Markgraf von Baden-Durlach
- 1660 - Daniel Czepko, deutscher Dichter
- 1696 - Heinrich Anselm von Ziegler und Kliphausen, deutscher Schriftsteller
- 1757 - Hans Karl von Winterfeldt, preußischer General und der Intimfreund Friedrich II.
- 1811 - Peter Simon Pallas, deutscher Naturforscher
- 1822 - Josef Karel Ambrož, tschechischer Komponist
- 1851 - Joseph Anselm Feuerbach, Archäologe und Professor der Philologie
- 1864 - Johannes von Geissel, Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1882 - Joseph Liouville, französischer MathematikerJoseph Liouville
- 1894 - Hermann von Helmholtz, deutscher Physiologe und Physiker
- 1895 - Adam Opel, Gründer der Firma Opel
- 1901 - Johannes von Miquel, preußischer Politiker und Reformer
- 1902 - James Hobrecht, deutscher Stadtplaner
- 1911 - Jan Maurycy Pawel Puzyna de Kosielsko, Kardinal und Bischof von Krakau
- 1920 - Rudolf Mosse, deutscher Geschäftsmann und Verleger
- 1922 - Léon Bonnat, französischer Maler
- 1928 - Ulrich Graf Brockdorff-Rantzau, erster Außenminister der Weimarer Republik
- 1932 - Christian von Ehrenfels, österreichischer Philosoph
- 1933 - Faisal I., Herrscher in Irak und Syrien
- 1933 - Theodor Fritsch, deutscher Publizist
- 1943 - Julius Fučík, tschechischer Schriftsteller und Kulturpolitiker
- 1944 - Josef Wirmer, deutscher Widerstandskämpfer, NS-Opfer
- 1944 - Paul Lejeune-Jung, Reichstagsabgeordneter, Widerstandskämpfer, NS-Opfer
- 1944 - Ulrich von Hassell, deutscher Diplomat und Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
- 1944 - Ulrich Wilhelm Graf Schwerin von Schwanenfeld, deutscher Großgrundbesitzer, Offizier und Widerstandskämpfer
- 1947 - Victor Horta, belgischer Architekt
- 1948 - Georg Schmückle, deutscher Schriftsteller
- 1949 - Richard Strauss, deutscher Komponist und Dirigent
- 1953 - Johannes Baumann, Schweizer Politiker und Bundespräsident
- 1955 - Jan de Jong, Erzbischof von Utrecht und Kardinal
- 1962 - Josef Ferdinand Kleindinst, deutscher Politiker und MdB
- 1965 - Dorothy Dandridge, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 1965 - Hermann Staudinger, deutscher Chemiker
- 1969 - Alexandra David-Néel, französische Reiseschriftstellerin
- 1976 - Willem Janssen, niederländischer Fußballspieler
- 1977 - Carl von Campe, deutscher Politiker
- 1977 - Zero Mostel, US-amerikanischer Schauspieler
- 1979 - Jean Seberg, US-amerikanische Schauspielerin
- 1980 - Hermann Claudius, deutscher Heimatdichter
- 1980 - Willard Frank Libby, US-amerikanischer Chemiker
- 1981 - Hideki Yukawa, japanischer Physiker
- 1983 - Antonin Magne, französischer Radrennfahrer
- 1984 - Johnnie Parsons, US-amerikanischer Rennfahrer
- 1985 - John Franklin Enders, US-amerikanischer Bakteriologe
- 1987 - Gordon M. Gollob, deutscher Jagdflieger und General der Jagdflieger
- 1987 - Klaus Immelmann, deutscher Verhaltensbiologe
- 1991 - Brad Davis, US-amerikanischer Schauspieler
- 1995 - Erich Kunz, österreichischer Opernsänger
- 1995 - Zhang Ailing, chinesisch-amerikanische Schriftstellerin
- 1997 - Vladimir Sommer, tschechischer Komponist
- 1999 - Lagumot Harris, nauruischer Politiker und ehemaliger Präsident
- 1999 - Moondog, US-amerikanischer Komponist
- 2002 - Georges-André Chevallaz, schweizerischer Politiker
- 2003 - Leni Riefenstahl, deutsche Fotografin, Schauspielerin und Regisseurin
- 2004 - Fritha Goodey, britische Schauspielerin
- 2004 - James A. Westphal, US-amerikanischer Astronom und Geologe
- 2004 - Raymond Marcellin, französischer Politiker

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag in Andorra (Unabhängigkeitstag von 1278)
- Weltbildungstag/Weltalphabetisierungstag (UNESCO)
- katholischer Festtag "Mariä Geburt"
- Sergius I., Papst
- Korbinian, erster Bischof von Freising
- Isaak, Bischof in Armenien
- Heilige Adela

Siehe auch


- 7. September - 9. September
- 8. August - 8. Oktober
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0908 ja:9月8日 ko:9월 8일 simple:September 8

Ludwigsburg

Ludwigsburg ist eine Stadt in der Mitte Baden-Württembergs, etwa 12 km nördlich der Stuttgarter Innenstadt. Sie ist die Kreisstadt und mit über 87.000 Einwohnern auch die größte Stadt des Landkreises Ludwigsburg, zugleich ist sie nach Esslingen am Neckar die zweitgrößte Mittelstadt Baden-Württembergs. Zusammen mit Kornwestheim bildet Ludwigsburg ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Die Einwohnerzahl Ludwigsburgs überschritt um das Jahr 1901 die 20.000er-Grenze. 1935 wurde Ludwigsburg Stadtkreis, gehörte aber weiterhin zum Oberamt bzw. Landkreis Ludwigsburg. 1945 wurde Ludwigsburg "unmittelbare Kreisstadt". Mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 wurde Ludwigsburg zur Großen Kreisstadt erklärt.

Geografie

Ludwigsburg liegt am so genannten "Langen Feld" auf einer Hochfläche des Neckarbeckens, zwischen dem Neckartal und dem Hohenasperg. Durch das innere Stadtgebiet fließt der Tälesbach, der ca. 3 km nordöstlich in den Neckar mündet. Die inzwischen eingemeindeten Stadtteile Neckarweihingen, Hoheneck und Poppenweiler liegen direkt am Neckar. Der höchste Punkt des Stadtgebietes befindet auf dem Lemberg; seine Höhe beträgt 365,1 m über Normalnull, der tiefste Punkt liegt am Neckar und ist 196 m hoch gelegen.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Ludwigsburg. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt und gehören alle zum Landkreis Ludwigsburg:
Marbach am Neckar, Erdmannhausen, Affalterbach, Remseck am Neckar, Kornwestheim, Möglingen, Asperg, Tamm, Freiberg am Neckar und Benningen am Neckar.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Ludwigsburgs besteht aus der Kernstadt und 7 Stadtteilen. Die Kernstadt wird in die Stadtbezirke Mitte (01), West (02), Nord (03), Ost (04) und Süd (05) unterteilt. Die Stadtteile sind: Pflugfelden (06), Eglosheim (07), Hoheneck (08), Oßweil (09), Grünbühl (10), Neckarweihingen (11) und Poppenweiler (12). Daneben unterscheidet man gelegentlich noch weitere Wohnplätze oder Wohngebiete, deren Namen sich im Laufe der Zeit eingebürgert haben. Die Grenzen sind hier jedoch meist nicht genau festgelegt. Hierzu gehören zum Beispiel der Kugelberg, der Markenhof, Monrepos, Mäurach, das Osterholz und Schlößlesfeld.

Raumplanung

Ludwigsburg bildet mit der südlichen Nachbarstadt Kornwestheim ein Mittelzentrum in der Region Stuttgart, deren Oberzentrum die Stadt Stuttgart ist. Zum Mittelbereich Ludwigsburg/Kornwestheim gehören noch die Städte und Gemeinden im Süden und Osten des Landkreises, im Einzelnen: Affalterbach, Asperg, Benningen am Neckar, Erdmannhausen, Freiberg am Neckar, Großbottwar, Hemmingen, Marbach am Neckar, Markgröningen, Möglingen, Murr, Oberstenfeld, Pleidelsheim, Remseck am Neckar, Schwieberdingen und Steinheim an der Murr.

Geschichte

Steinheim an der Murr Das Mittlere Neckarland, in dem Ludwigsburg liegt, war schon in der Steinzeit und in der Bronzezeit besiedelt. Zahlreiche Funde aus dem Stadtgebiet und der näheren Umgebung sind aus der keltischen Siedlungszeit erhalten geblieben. Gegen Ende des 1. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung besetzten die Römer die Region. Sie verlegten um 150 den Limes weiter östlich und beherrschten die Region bis die Alemannen 260 das Neckarland besetzten. Auch die alemannische Besiedlung ist durch Grabfunde auf dem heutigen Stadtgebiet nachgewiesen. Ludwigsburg entstand zu Anfang des 18. Jahrhunderts (1718-1723) durch den Bau des größten Barockschlosses Deutschlands unter Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg. Ursprünglich plante Eberhard Ludwig nur ein Lustschloss, mit dessen Bau 1704 begonnen wurde. Das Beispiel anderer Fürsten weckte in ihm jedoch den Wunsch, seine absolutistische Macht durch die Gründung einer Stadt herauszustellen. Die barocken Bauten wurden durch das Jagd- und Lustschloss Favorite (1713-1728) und das Seeschloss Monrepos (1764-1768) ergänzt. Ab 1709 entstand beim Schloss eine Siedlung, welche am 3. April 1718 die Stadtrechte erhielt. Im gleichen Jahr wurde Ludwigsburg Sitz eines Oberamtes, aus dem 1938 der Landkreis Ludwigsburg hervorging. In den Jahren zwischen 1730 und 1800 wechselte die königliche Residenz mehrmals zwischen Stuttgart und Ludwigsburg hin und her. 1800 wurde Württemberg von Frankreich unter Napoléon Bonaparte besetzt und zum Bündnis mit Frankreich gezwungen. 1806 nahm Kurfürst Friedrich die von Napoléon verliehene Würde des Königs von Württemberg an. 1812 wurde in Ludwigsburg das württembergische Heer für Napoléons Russlandfeldzug aufgestellt. Die Mehrzahl der Soldaten überlebte ihn nicht. 1921 wurde Ludwigsburg größte Garnison in Südwestdeutschland. 1926 wurde im Zuge des Baus der Nord-Süd-Leitung das noch heute existente große Umspannwerk in Ludwigsburg-Hoheneck gebaut, welches auch heute noch ein zentraler Knotenpunkt im Stromnetz Baden-Württembergs darstellt. Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Stadt - im Vergleich zu anderen deutschen Städten - mäßige Zerstörungen. Die Bevölkerung hatte 1.500 Tote zu beklagen. Nach dem Krieg unterhielten die Amerikaner etwa 45 Jahre lang am Rande der Stadt die große Garnison Pattonville mit einer US Army Highschool. 1956 wurde die Tradition als deutsche Garnisonsstadt durch die Bundeswehr wieder aufgenommen. Am 5. Oktober 1957 ging zwischen dem Umspannwerk Ludwigsburg-Hoheneck und dem Umspannwerk Rommerskirchen die erste 380-kV-Leitung in Deutschland in Betrieb. 1966 wurde die Pädagogische Hochschule und die Staatliche Sportschule Ludwigsburg eingeweiht. 1974 entstand die schlimmste Bausünde Ludwigsburgs, das Marstall-Center, das seitdem als Hochhaus-Klotz über der barocken Altstadt thront. 2004 feierte das Residenzschloss Ludwigsburg seinen 300. Geburtstag mit der Eröffnung der Barockgalerie und des Keramikmuseums im Residenzschloss.

Christliche Konfessionen

Residenzschloss Ludwigsburg Residenzschloss Ludwigsburg Das Gebiet der heutigen Stadt Ludwigsburg gehörte ursprünglich überwiegend zum Bistum Konstanz (Archidiakonat vor dem Wald), Eglosheim jedoch zum Bistum Speyer (Archidiakonat zur Hl. Dreifaltigkeit). Wie in ganz Württemberg wurde auch im Raum Ludwigsburg ab 1534 die Reformation eingeführt, infolgedessen das Gebiet über viele Jahrhunderte überwiegend protestantisch war. Die ersten evangelischen Bewohner der Stadt Ludwigsburg waren zunächst den Kirchengemeinden Oßweil und Eglosheim zugeordnet. 1711 wurde Ludwigsburg eine eigene Pfarrei und 1718 wurde sie anstelle von Markgröningen Sitz des Superintendenten (Dekans). Doch erst 1726, nach Fertigstellung der evangelischen Stadtkirche, hatte die junge Gemeinde auch ein eigenes Gotteshaus. Auch den zugewanderte reformierten Gemeindeglieder wurde zunächst von Herzog Eberhard Ludwig eine eigene Kirche versprochen und als solche auch mit dem Bau gegenüber der evangelischen Stadtkirche begonnen. Nach der Fertigstellung 1781 wurde diese jedoch als lutherische Garnisonskirche eingeweiht. 1823 wurden die reformierten Gemeindeglieder in die (lutherische) Landeskirche Württembergs eingegliedert. 1903 wurde die neue Garnisonskirche (die heutige Friedenskirche) erbaut. Die bisherige Garnisonskirche wurde 1906 katholische Pfarrkirche "Zur heiligsten Dreieinigkeit". Im 20. Jahrhundert entstanden aufgrund starken Anwachsens der protestantischen Gemeinde 5 weitere Kirchengemeinden bzw. Kirchen und zwar die Auferstehungskirche (1934), die Erlöserkirche (1936), die Martinskirche (1954), die Paul-Gerhardt-Kirche (1958) und die Kreuzkirche (1964). Heute bilden alle 7 Kirchengemeinden zusammen mit der Kirchengemeinde Pflugfelden die Gesamtkirchengemeinde Ludwigsburg. Weitere Kirchengemeinden im Stadtgebiet Ludwigsburg sind Eglosheim, Hoheneck, Neckarweihingen, Oßweil und Poppenweiler. Sie alle gehören zum Dekanat Ludwigsburg innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Ludwigsburg war zwischen 1823 und 1956 sowie zwischen 1992 und 2003 auch Sitz einer Prälatur. Schon seit der Stadtgründung gab es in Ludwigsburg auch Katholiken. Es waren vor allem italienische Künstler und Bauarbeiter am Schloss. Ab 1725 konnten sie in Privathäusern ihre Gottesdienste feiern. Der katholische württembergische Herzog Alexander ließ 1733 die Schlosskapelle in ein katholisches Gotteshaus umwandeln. Doch waren beide Konfessionen erst ab 1806 gleichberechtigt. 1807 entstand eine katholische Garnisonsgemeinde. Ab 1810 konnten die Katholiken in der Garnisonskirche, die seitdem simultan genutzt wurde, ihre Gottesdienste halten. Nach dem Neubau der Garnisonskirche 1903 (der heutigen Friedenskirche) wurde die bisherige Garnisonskirche vollständig den Katholiken überlassen. Diese richteten dort die heutige Stadtpfarrkirche "Zur heiligsten Dreieinigkeit" ein. Ludwigsburg wurde später Sitz eines Dekanats innerhalb des Bistums Rottenburg-Stuttgart. Die Pfarrei "Zur heiligsten Dreieinigkeit", Innenstadt bildet heute mit der 1969 gegründeten Pfarrei St. Elisabeth, Grünbühl (Kirche von 1965), der 1973 gegründeten Pfarrei Auferstehung Christi, Neckarweihingen und der 1974 gegründeten Pfarrei St. Paulus Ludwigsburg eine Seelsorgeeinheit. Die zweite Seelsorgeeinheit im Ludwigsburger Stadtgebiet umfasst die 1960 gegründete Pfarrei St. Johann Baptist, Weststadt (Kirche von 1959)und die 1962 gegründete Pfarrei St. Thomas Morus, Eglosheim (Kirche von 1955). Alle sechs Gemeinden bilden die Katholische Gesamtkirchengemeinde Ludwigsurg. Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Ludwigsburg auch Freikirchen, darunter zwei Evangelisch-methodistische Kirchen (Christuskirche und Erlöserkirche), zwei Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten), eine Freie Evangelische Gemeinde (FeG), eine Evangelische Täufergemeinde, eine Gemeinde der Volksmission entschiedener Christen, eine Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten und das Biblische Glaubenszentrum e.V.. Ferner haben der landeskirchliche altpietistische Gemeinschaftsverband und der Süddeutsche Gemeinschaftsverband Gemeinden in Ludwigsburg. Auch die Neuapostolische Kirche ist mit einer Kirche in Ludwigsburg vertreten. Auf dem 1761 angelegten "Alten Friedhof" in Ludwigsburg befindet sich die Grablege von König Wilhelm II. von Württemberg.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). König Wilhelm II. von Württemberg ¹ Volkszählungsergebnis

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden bzw. Siedlungen wurden in Ludwigsburg eingegliedert:
- 1901: Eglosheim
- 1903: Pflugfelden
- 1922: Oßweil
- 1926: Hoheneck
- 1956: Siedlung Grünbühl (von Kornwestheim)
- 1. Januar 1974: Neckarweihingen
- 1. Januar 1975: Poppenweiler

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat der Stadt Ludwigsburg hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 40 Mitglieder, die den Titel "Stadträtin/Stadtrat" führen. Sie gehören folgenden Parteien an:

Bürgermeister

An der Spitze der Stadt stand im 18. Jahrhundert ein rechtskundiger Bürgermeister, dem 2 weitere zur Seite standen. Ferner gab es einen Stadtschreiber. Eine einheitliche Vertretung der Bürgerschaft gab es erst ab 1819. In jener Zeit trug das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Stadtschultheiß, von denen die meisten den Ehrentitel Oberbürgermeister verliehen bekamen. Dieser wurde vom Gemeinderat und vom Bürgerausschuss gewählt. Heute ist wie bei allen Großen Kreisstädten in Baden-Württemberg Oberbürgermeister die generelle amtliche Bezeichnung des Stadtoberhaupts. Dieses wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Der Oberbürgermeister ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung Erster Bürgermeister und der weitere Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung Bürgermeister. Die Stadtoberhäupter seit 1720:
- 1720-1739: Johann Wilhelm Wildt
- 1741-1755: Jacob Friedrich Kornbeck
- 1755-1785: Georg Thomas Schönleber
- 1786-1792: Johannes Bunz
- 1792-1796: Johann Georg Kerner
- 1796-1805: Christian Friedrich Baz
- 1805-1817: Johannes Bunz
- 1819-1840: Gottfried Heinrich Preyß
- 1840-1864: Dr. jur. Karl Friedrich Bunz
- 1864-1897: Heinrich von Abel
- 1897-1926: Dr. jur. Gustav Hartenstein
- 1927-1930: Dr. jur. Erich Schmid
- 1931-1945: Dr. jur. Karl Frank
- 1946-1954: Dr. Elmar Doch
- 1954-1960: Dr. rer. pol. Robert Frank
- 1960-1968: Dr. jur. Anton Saur
- 1968-1984: Dr. jur. Otfried Ulshöfer
- 1984-1995: Hans Jochen Henke
- 1995-2003: Dr. jur. Christof Eichert
- 2003-heute: Werner Spec

Wappen

Das Wappen der Stadt Ludwigsburg zeigt in Blau an schrägem rotem Fahnenstock mit goldener Spitze die goldene Reichssturmfahne, darin ein rot bewehrter und rot bezungter schwarzer Adler. Die Stadtflagge ist schwarz-gelb. Das Wappen wurde der jungen Stadt von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg am 3. September 1718 verliehen. Die Flagge wird seit ca. 1750 geführt. Die Reichssturmfahne befand sich bereits im alten herzöglichen Wappen Württembergs. Die Stadt Markgröningen war mit der Fahne belehnt und da Ludwigsburg anstelle von Markgröningen Sitz des Amtes wurde, erhielt Ludwigsburg die Fahne im Wappen.

Städtepartnerschaften

Ludwigsburg unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
- Montbéliard, Frankreich, seit 1950
- Caerphilly, Vereinigtes Königreich, seit 1960
- Jevpatorija, Ukraine, seit 1990
- St. Charles, Missouri / USA, seit 1995

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Ludwigsburg ist über die Anschlussstellen Ludwigsburg-Nord und Ludwigsburg-Süd der Bundesautobahn 81 Stuttgart-Heilbronn zu erreichen. Ferner führt die Bundesstraße 27 Stuttgart-Heilbronn teilweise sechsspurig durch das Stadtgebiet (ca. 70.000 Fahrzeuge pro Tag). Der Bahnhof Ludwigsburg liegt an der Bahnstrecke Stuttgart-Heilbronn bzw. Stuttgart-Mühlacker-Pforzheim. Hier halten die Linien S4 und S5 der S-Bahn Stuttgart. Ein weiterer S-Bahn-Haltepunkt ist „Favoritepark“ der Linie S4 nach Marbach am Neckar. Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen darüber hinaus mehrere Buslinien. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) zu benutzen. Zwischen 1910 und 1923 verkehrten in der Stadt die Obusse der Ludwigsburger Oberleitungs-Bahn. Ludwigsburger Oberleitungs-Bahn

Ansässige Unternehmen


- Beru AG
- Wüstenrot, Bausparkasse
- Jetter AG
- GETRAG
- Kreissparkasse Ludwigsburg
- Sonnenklar TV - Reisebüro im Fernsehen

Historische Unternehmen


- Standard-Fahrzeugfabrik GmbH, Hindenburgstr.40, Motorradwerk von 1925-1953
- E.F. Walcker & Cie., Orgelbau, gegründet 1821

Medien

In Ludwigsburg erscheint als Tageszeitung die „Ludwigsburger Kreiszeitung“.

Öffentliche Einrichtungen

Ludwigsburg hat ein Amtsgericht, ein Notariat und ein Finanzamt. Ferner befindet sich hier das Landratsamt des gleichnamigen Landkreises.

Bildung

Ludwigsburg hat zahlreiche allgemeinbildende und berufliche Schulen: Vier Gymnasien (Friedrich-Schiller-, Goethe-, Mörike- und Otto-Hahn-Gymnasium im Bildungszentrum West), zwei Realschulen (Elly-Heuss-Knapp-Realschule und Gottlieb-Daimler-Realschule im Bildungszentrum West) und zwei Förderschulen (Eberhard-Ludwig-Schule und Silcherschule) sowie zahlreiche Grundschulen bzw. Grund- und Hauptschulen oder reine Hauptschulen. Im Einzelnen: Anton-Bruckner-Grundschule, August-Lämmle-Grundschule Oßweil, Eichendorff-Grundschule Grünbühl, Friedens-Grundschule, Friedrich-von-Keller-Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Neckarweihingen, Grundschule Hoheneck, Grundschule Pflugfelden, Hirschberg-Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Eglosheim, Justinus-Kerner-Hauptschule mit Werkrealschule, Lemberg-Grundschule Poppenweiler, Osterholz-Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule im Bildungszentrum West, Oststadtschule I Hauptschule mit Werkrealschule, Oststadtschule II Grundschule, Pestalozzi-Grundschule, Schlößlesfeld-Grundschule, Schubart-Grundschule Eglosheim und Uhland-Hauptschule mit Werkrealschule. Der Landkreis Ludwigsburg ist Träger der vier Beruflichen Schulen (Carl-Schaefer-Schule - Gewerbliche Schule, Mathilde-Planck-Schule - Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule, Oscar-Walcker-Schule - Gewerbliche Schule und Robert-Franck-Schule - Kaufmännische Schule) sowie der drei Sonderschulen (Fröbelschule für Sprachbehinderte mit Schulkindergarten, Schule am Favoritepark für Geistig- und Körperbehinderte jeweils mit Schulkindergarten und Schule für Kranke in längerer Krankenhausbehandlung). Die Privatschulen Abendrealschule Ludwigsburg e.V., Freie Waldorfschule Ludwigsburg, Inglingia Sprachschule, die Berufsfachschule sowie die Kirchliche Ausbildungsstätte für Diakonie und Religionspädagogik, die Private Kaufmännische Sonderberufsschule für Körperbehinderte der Stiftung Karlshöhe und die Akademie für Computertraining runden das schulische Angebot Ludwigsburgs ab. Ferner gibt es in Ludwigsburg noch das Landesinstitut für Schulsport Baden-Württemberg und ein Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Realschulen) Auch Hochschulen sind in Ludwigsburg zu finden: Die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, die Fachhochschule Ludwigsburg (Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen), die Filmakademie Baden-Württemberg und die Evang. Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg (Hochschule für Soziale Arbeit, Religionspädagogik und Diakonie).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Theatervorstellungen finden vor allem im Forum am Schlosspark statt. Eine der bekanntesten kulturellen Veranstaltungen sind die von Wilhelm Krämer im Jahre 1932 ins Leben gerufenen Ludwigsburger Schlossfestspiele. Dabei handelt es sich um Internationale Festspiele mit einer Vielzahl von Veranstaltungen an mehreren Spielorten und in verschiedenen Kunstsparten. Die Festspiele haben ein eigenes Festspielensemble, das unter der Leitung von Michael Hofstetter steht. Nachdem der seit 2000 tätige Geschäftsführer Professor Hans-Peter Schmitt Ende 2004 ausgeschieden ist, leitet die Schlossfestspiele nun als künstlerischer Leiter Professor Konold und als kaufmännischer Leiter Dr. Kiesel. Ludwigsburg ist auch bekannt als Sitz der 1991 gegründeten Filmakademie Baden-Württemberg.

Museen

Das Städtische Museum zeigt Ludwigsburger Geschichte und Kulturgeschichte bis ins 20. Jahrhundert, vor allem Stadtbaugeschichte, Handwerk und Gewerbe sowie Persönlichkeiten. Darüber größte ist dort eine Sammlung württembergischer Grafik mit Stadtansichten und Plänen des 18. und 19. Jahrhunderts zu sehen. Das Landeskirchliche Museum in der Friedenskirche zeigt in wechselnden Ausstellungen eine umfassende Darstellung der Kirchen-, Landes- und Kulturgeschichte Württembergs. Das Strafvollzugsmuseum zeigt das Leben oder das tragische Ende vieler Gefangenen in früheren Zeiten. Die 2004 eröffnete Barockgalerie im Schloss zeigt über 120 ausgewählte Werke deutscher und italienischer Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts. Das ebenfalls 2004 eröffnete Keramikmuseum im Schloss bietet eine umfangreiche Porzellan-, Fayence- und Keramiksammlung des Württembergischen Landesmuseums Stuttgart. Im Modemuseum im Schloss ist Kleidung aus dem 18. - 20. Jahrhundert zu sehen. Das Dorfmuseum Poppenweiler zeigt landwirtschaftliche Geräte, Maschinen und Alltagsgegenstände im 19. Jahrhundert.

Sport


- Spvgg 07 Ludwigsburg (größter Ludwigsburger Sportverein)
- EnBW Ludwigsburg (Basketball Bundesliga)
- 1. TC Ludwigsburg (Tanzsportverein, bekannt durch seine Standardformation)
- TSG Oßweil (Handball 2.Liga)

Bauwerke

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit und Wahrzeichen der Stadt ist das Residenzschloss, eine der größten Barockanlagen Deutschlands. Weitere Schlösser sind das Jagd- und Lustschloss Favorite (erbaut 1713-1728) und das Seeschloss Monrepos (erbaut 1764-1768). Weitere historische Gebäude in der Innenstadt sind das Palais Graevenitz, die zweitürmige evangelische Stadtkirche (erbaut 1718-26) und die schlichte katholische Dreieinigkeitskirche (erbaut 1721-27) am Marktplatz mit dem Marktbrunnen. Nördlich des Marktplatzes der Holzmarkt mit einem Obelisk. Das Heil- und Thermalbad im Stadtteil Hoheneck wurde 1907 eröffnet. 1902/1903 wurde auf der Karlshöhe von der "evangelischen Brüder- und Kinderanstalt" Karlshöhe der sogenannte Salonturm, ein Aussichtsturm in Stahlfachwerkbauweise, erbaut. Der Turm war 43,5 m hoch und seinerzeit einer der höchste Aussichtstürme in Württemberg. 1955 wurde er zugunsten des Baus der Bundesstraße B 27 abgebrochen, da sich alle anderen Möglichkeiten zur Verlegung/Straßenführung nicht verwirklichen ließen oder zu kostenintensiv waren.

Parks

1907 Während der Sommermonate ist das „Blühende Barock“ eine vielbesuchte Parklandschaft um das Residenzschloss. Ein Teil der Anlagen ist dem überregional bekannten „Märchengarten“ vorbehalten. Seit einigen Jahren verkehrt im Märchengarten auch eine Parkeisenbahn. Der 70 ha große „Favoritepark“ grenzt an das Blühende Barock an. Dieser von Herzog Eberhard Ludwig 1707 errichtete Wildpark mit einem Lustschloss beherbergt Damhirsche, Mufflons und Axiswild sowie eine Vielzahl an Vogelarten, Fledermäusen und Eichhörnchen. Weitere Parkanlagen finden sich am Lustschloss Monrepos.

Nachtleben


- Demokratisches Zentrum, ein selbstverwaltetes Kulturzentrum mit einem gemischten Programm aus Musik, Theater, Politik und beliebten "reinen" Kneipenabenden
- Diskothek Rockfabrik (bekannte Hardrock-Diskothek mit 2000 Quadratmeter Fläche)
- Discotheque Waldhaus(Club mit jungem Publikum und Themenabenden, 7 Tage die Woche geöffnet)
- Bar&Lounge FLINT kleine Bar mit musikalischen Themenabenden. Es finden regelmässige Jass-Konzerte statt.
- 5 Element Bar
- Bar&Louge Gaston

Regelmäßige Veranstaltungen


- Mai: Ludwigsburger Pferdemarkt
- Juni: Marktplatzfest
- Juli: Musikfeuerwerk
- Juli/August: Großes Sommernachts-Open-Air-Kino
- Oktober: Antikmeile
- September: Venezianische Messe
- September: Lichterfest im "Blühenden Barock, am 27.8.2005"
- November: Kürbisausstellung im "Blühenden Barock"
- Dezember: Barockweihnachtsmarkt

Persönlichkeiten

Carl Maria von Weber und Friedrich Silcher haben in Ludwigsburg gewohnt und musiziert. Die Familie Scholl („Die Weiße Rose“) lebte von 1930-1932 in der Stadt. Horst Köhler, der derzeitige Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, ist in Ludwigsburg aufgewachsen, ebenso der Soziologe Helmut Schoeck.

Ehrenbürger

Die Stadt Ludwigsburg hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
- 1882: Ludwig von Hofer, Hofbildhauer
- 1897: Emil Eberhard Heinrich von Abel, Oberbürgermeister a.D.
- 1899: Hermann Heinrich Franck, Fabrikant
- 1903: Reinhold Hoffmann, Fabrikant
- 1907: Friedrich Wilhelm von Schaal, Baudirektor
- 1909: Wilhelm Eisenmenger, Fabrikdirektor
- 1909: Ferdinand Schnaidt, Polizeikommissär
- 1915: Dr. Dr. Ing. Wilhelm Gröner, Generalmajor, Reichswehrminister und -innenminister
- 1918: Dr. h.c. Robert Franck, Fabrikant
- 1918: Dr. jur. h.c. Richard Franck, Fabrikant
- 1920: Karl Weigle, Architekt
- 1921: Otto Hoffmeister, Mechanikermeister
- 1921: Gottlieb Schäfer, Landwirt und Weingärtner
- 1924: Christian Belschner, Professor
- 1931: Albert Ahles, Handelsrat
- 1933: Paul von Hindenburg, Reichspräsident
- 1947: Oscar Walcker, Orgelbaumeister und Fabrikant
- 1950: Wilhelm Keil, Drechsler, Schriftsteller und Redakteur
- 1952: Dr. med. Carl Schaefer, Fabrikant
- 1962: Dr. Dr. Ing. e.h. Karl Hüller, Fabrikant
- 1966: Dr. Dr. h.c. Karl Frank, Generaldirektor, Finanzminister a.D., Oberbürgermeister a.D.
- 1976: Hans Klenk, Senator und Generalkonsul
- 1990: Dr. h.c. Albert Schöchle, Gartengestalter

Söhne und Töchter der Stadt


- 1739, 13. April, Christian Friedrich Daniel Schubart, † 10. Oktober 1791 in Stuttgart, Dichter
- 1786, 18. September, Justinus Kerner, † 21. Februar 1862 in Weinsberg, Schriftsteller und Arzt
- 1804, 8. September, Eduard Mörike, † 4. Juni 1874 in Stuttgart, Lyriker und Theologe
- 1807, 30. Juni, Friedrich Theodor Vischer, † 14. September 1887 in Gmunden am Traunsee, protestantischer Theologe, deutscher Schriftsteller, Professor für Philosophie und Ästhetik, Politiker.
- 1808, 27. Juni, David Friedrich Strauß, † 8. Februar 1874 in Ludwigsburg, ev. Theologe und Schriftsteller.
- 1824, Charles Pfizer, Gründer des heute weltgrössten US-Pharmakonzerns Pfizer, † 1906
- 1828, 13. Dezember Albert Suckow, †1893, württembergischer Kriegsminister
- 1848, 17. Mai, Tony Schumacher, † 10. Juli 1931 in Ludwigsburg, Kinderbuchautorin
- 1849, 13. Februar, Oskar (von) Nast, † 28. Januar 1907 in Stuttgart-Cannstatt, letzter Oberbürgermeister der Oberamtsstadt Cannstatt
- 1867, 22. November, Wilhelm Groener, † 3. Mai 1939 in Bornstedt, General und Politiker, Reichsinnenminister, Reichswehrminister, Reichsverkehrsminister
- 1876, 3. Dezember in Oßweil, August Lämmle, † 8. Februar 1962 in Leonberg, schwäbischer Mundartdichter
- 1875, 6. Februar, Otto Geßler, †; 24. März 1955 in Lindenberg im Allgäu, 1920 bis 1928 Reichswehrminister
- 1943, 17. Juni, Fritz Teufel, Kommunarde
- 1948, 18. Juli, Hartmut Michel, Nobelpreis für Chemie 1988
- 1949, 15. April, Matthias Wissmann, 1993 Bundesminister für Forschung und Technologie, 1993 bis 1998 Bundesminister für Verkehr

Literatur


- Andrea Hahn: Ludwigsburg, Stationen einer Stadt, Andreas Hackenberg Verlag, Ludwigsburg 2004, ISBN 3-937280-02-2
- Gernot von Hahn, Friedhelm Horn: Ludwigsburg, Stadt der Schlösser und Gärten, Medien-Verlag Schubert, Stuttgart 1998, ISBN 3-929229-55-2
- Bruno Hahnemann: Ludwigsburg. Stadt - Schlösser - Blühendes Barock, Verlag Ungeheuer + Ulmer, Ludwigsburg 1979
- Albert Sting: Geschichte der Stadt Ludwigsburg. Band 1: Von der Vorgeschichte bis zum Jahr 1816. Verlag Ungeheuer + Ulmer, Ludwigsburg 2000, ISBN 3-930872-04-8
- Albert Sting: Geschichte der Stadt Ludwigsburg. Band 2: Von 1816 bis zum Kriegsende 1945. Verlag Ungeheuer + Ulmer, Ludwigsburg 2004, ISBN 3-930872-08-0
- Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961

Weblinks


- [http://www.ludwigsburg.de/ Offizielle Internetpräsenz der Stadt]
- [http://www.barockerlebnis.de/ Schlösser und Museen in Ludwigsburg]
- [http://www.pbase.com/markushuck/carneval Ludwigsburg in Bildern]
- [http://www.porzellan-manufaktur-ludwigsburg.de/ Porzellan-Manufaktur Ludwigsburg]
- [http://www.ludwigsburg-virtuell.de/ Ludwigsburg Virtuell] Infos über Ludwigsburg im Web
- [http://www.kirchtuerme-ludwigsburg.de/ Kirchtürme Ludwigsburg - Multimediale, virtuelle Turmbesteigung und Rundumgang] Kategorie:Landkreis Ludwigsburg ! Kategorie:Ort in Baden-Württemberg

1875

Ereignisse


- Dezember: Übernahme der Mehrheit der Sueskanal-Aktien durch die britische Krone
- Das Osmanische Reich ist gezwungen den Staatsbankrott anzumelden
- Einweihung des Hermannsdenkmales im Teutoburger Wald nach 37jähriger Bauzeit
- Gabun wird französische Kolonie
- Im Deutschen Reich schließen sich der von Ferdinand Lassalle 1863 gegründete Allgemeine Deutsche Arbeiterverein (ADAV) und die von Wilhelm Liebknecht, August Bebel 1869 gegründete Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) zur Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP), der Vorgängerpartei der 1890 in Sozialdemokratische Partei Deutschlands umbenannten SPD, zusammen
- Matthew Webb durchschwimmt als erster Mensch ohne technische Hilfen den Ärmelkanal
- Die große Duisburger Synagoge wird am 6. März eröffnet

Wissenschaft, Technik


- 20. Mai: Unterzeichnung der Meterkonvention durch 17 Staaten
- John Kerr entdeckt den nach ihm benannten elektrooptischen Effekt
- Alexander Graham Bell führt Versuche zur Verbesserung des Telefons durch
- Richard Caton registriert elektrische Aktivität an der Hirnrinde von Tieren

Kultur


- 3. März: Uraufführung der Oper Carmen von Georges Bizet an der Opéra-Comique in Paris
- 10. März: Uraufführung der Oper Die Königin von Saba von Karl Goldmark an der Hofoper in Wien
- 19. Juli: Uraufführung der Oper La falce (Die Sichel) von Alfredo Catalani in Mailand

Geboren


- 7. Januar: Thomas Hicks, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger(† 1963)
- 8. Januar: David Griffith, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent († 1948)
- 10. Januar: Issai Schur, Mathematiker († 1941)
- 11. Januar: Reinhold Glière, russischer Komponist († 1956)
- 14. Januar: Albert Schweitzer, deutscher Arzt, Missionar und Friedensnobelpreisträger († 1965)
- 15. Januar: Thomas Burke, Teilnehmer der ersten Olympischen Sommerspiele 1896 († 1929)
- 25. Januar: Karl August Nerger, Fregattenkapitän und Träger des Ordens Pour-le-Mérite († 1947)
- 2. Februar: Fritz Kreisler, Wiener Violinist und Komponist († 1962)
- 4. Februar: Ludwig Prandtl, deutscher Physiker († 1953)
- 6. Februar: Otto Geßler, deutscher Reichswehrminister († 1955)
- 7. Februar: Walter Courvoisier, schweizer Komponist († 1931)
- 18. Februar: Wilhelm Külz, deutscher Politiker († 1948)
- 20. Februar: Marie Marvingt, französische Pilotin mit abgelegter Flugprüfung († 1963)
- 21. Februar: Jeanne-Louise Calment Ältester Mensch 1997(
- 1997)
- 24. Februar: Konstantin Hierl, nationalsozialistischer Politiker und Funktionär († 1955)
- 26. Februar: Hans Böckler, deutscher Politiker und Gewerkschaftsfunktionär († 1951)
- 26. Februar: Alexander Borissowitsch Goldenweiser, russischer Pianist und Komponist († 1961)
- 26. Februar: Erich Koch-Weser, deutscher Politiker († 1944)
- 7. März: Maurice Ravel, französischer Komponist († 1937)
- 8. März: Franco Alfano, italienischer Komponist († 1954)
- 19. März: Gustav Wyneken, deutscher Reformpädagoge († 1964)
- 22. März: Hans Grimm, deutscher Schriftsteller und Publizist († 1959)
- 25. März: Xenia Alexandrowna Romanowa, russische Großfürstin († 1960)
- 26. März: Syngman Rhee, erster südkoreanischer Präsident († 1965)
- 1. April: Edgar Wallace, englischer Krimi-Schriftsteller († 1932)
- 2. April: Walter Percy Chrysler, US-amerikanischer Automobil-Pionier und Begründer des internationalen Automobilunternehmens Chrysler Corporation († 1940)
- 4. April: Pierre Monteux, französisch-amerikanischer Dirigent († 1964)
- 5. April: Blumepeter, Mannheimer Lokallegende († 1940)
- 5. April: Mistinguett, französische Sängerin († 1956)
- 8. April: Albert I. (Belgien), König der Belgier († 1934)
- 9. April: Jacques Futrelle, US-amerikanischer Schriftsteller († 1912)
- 16. April: Erwin Baur, deutscher Arzt, Botaniker, Genetiker und Züchtungsforscher († 1933)
- 18. April: Oskar Ernst Bernhardt, deutscher Gründer der Gralsbewegung († 1941)
- 24. April: Johanna Tesch, deutsche Politikerin († 1945)
- 9. Mai: Friedrich Horn, deutscher evangelischer Theologe
- 11. Mai: Harriet Quimby, US-amerikanische Pilotin († 1912)
- 11. Mai: Louis Weinert-Wilton, deutscher Schriftsteller († 1945)
- 12. Mai: Mathias Kneißl, bekannter bayrischer Räuber
- 30. Mai: Giovanni Gentile, italienischer Philosoph, Kulturmanager und Politiker
- 1. Juni: Carl Severing, deutscher Politiker und Minister († 1952)
- 6. Juni: Thomas Mann, deutscher Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger († 1955)
- 9. Juni: Henry Hallett Dale, britischer Biochemiker († 1968)
- 11. Juni: George Herbert Walker, Bankier († 1953)
- 13. Juni: Paul Neumann, österreichischer Sportschwimmer († 1932)
- 14. Juni: Clemens von Franckenstein, Opernkomponist und Generalintendant in München († 1942)
- 20. Juni: Othenio Abel, österreichischer Paläontologe und Evolutionsbiologe († 1946)
- 22. Juni: Johannes Baader, deutscher Architekt, Schriftsteller, Dadaist und Aktionskünstler († 1955)
- 23. Juni: Norman Pritchard, indischer Leichtathlet, Olympiateilnehmer und Schauspieler († 1929)
- 28. Juni: Henri Léon Lebesgue, französischer Mathematiker († 1941)
- 2. Juli: Fritz Ullmann, deutscher Chemiker
- 3. Juli: Ernst Ferdinand Sauerbruch, deutscher Chirurg. († 1951)
- 3. Juli: Ferdinand Sauerbruch, deutscher Chirurg († 1951)
- 10. Juli: E. C. Bentley, britischer Schriftsteller († 1956)
- 21. Juli: Oskar Moll, deutscher Maler († 1947)
- 25. Juli: Paul Graetz, deutscher Offizier († 1968)
- 26. Juli: Antonio Machado, spanischer Lyriker († 1939)
- 26. Juli: Carl Gustav Jung, Schweizer Psychoanalytiker († 1961)
- 31. Juli: Jacques Villon, französischer Maler des Kubismus († 1963)
- 9. August: Albert Ketèlbey, englischer Komponist und Dirigent († 1959)
- 23. August: William Henry Eccles, britischer Physiker, Radiopionier († 1966)
- 26. August: John Buchan, schottischer Schriftsteller († 1940)
- 1. September: Edgar Rice Burroughs, US-amerikanischer Schriftsteller († 1950)
- 3. September: Ferdinand Porsche, österreichisch-deutscher Autokonstrukteur († 1951)
- 3. September: Wilhelm Scharrelmann, deutscher Lehrer und Schriftsteller († 1950)
- 5. September: Carl Froelich, deutscher Filmpionier und -regisseur († 1953)
- 6. September: Hermann Pistor, deutscher Mathematiker und Physiker († 1951)
- 20. September: Matthias Erzberger, Politiker in der Weimarer Republik († 1921)
- 25. September: Emil Lask, deutscher Philosoph († 1915)
- 27. September: Grazia Deledda, italienische Schriftstellerin († 1936)
- 1. Oktober: Eugeen Van Mieghem, belgischer Künstler († 1930)
- 5. Oktober: Cyril Rootham, englischer Komponist († 1938)
- 12. Oktober: Aleister Crowley englischer Okkultist († 1947)
- 19. Oktober: Theodor Duesterberg, langjähriger Vorsitzender des Stahlhelmbundes († 1949)
- 23. Oktober: Gilbert Newton Lewis, US-amerikanischer Physikochemiker († 1946)
- 24. Oktober: Fanny Starhemberg, österreichische Politikerin († 1943)
- 31. Oktober: Heinrich Thyssen, deutscher Unternehmer, Kunstmäzen († 1947)
- 31. Oktober: Vallabhbhai Patel, indischer Staatsmann († 1950)
- 4. November: Magdalene Pauli, Schriftstellerin († 1970)
- 9. November: Rudolf von Sebottendorf, Gründer der Thule-Gesellschaft († 1945)
- 10. November: Johanna Niese, österreichische Schauspielerin († 1934)
- 14. November: Bruno H. Bürgel, Astronom, Schriftsteller und Publizist († 1948)
- 19. November: Hiram Bingham, Archäologe und Forschungsreisender aus Hawaii († 1956)
- 19. November: Michail Iwanowitsch Kalinin, Wichtiger sowjetischer Politiker, u. a. Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjet (und damit Staatsoberhaupt) († 1946)
- 20. November: Friedrich Werner von der Schulenburg, deutscher Diplomat († 1944)
- 23. November: Anatoli Wassiljewitsch Lunatscharski, russischer Volkskommissar († 1933)
- 27. November: Franz Xaver Schwarz, Reichsschatzmeister der NSDAP († 1947)
- 27. November: Julius Lenhart, österreichischer Turner und Olympiateilnehmer († 1962)
- 3. Dezember: Bernhard Lichtenberg, katholischer Theologe († 1943)
- 4. Dezember: Rainer Maria Rilke, Schriftsteller deutscher Sprache und Lyriker († 1926)
- 12. Dezember: Gerd von Rundstedt, deutscher Generalfeldmarschall im Zweiten Weltkrieg († 1953)
- 14. Dezember: Paul Löbe, deutscher Politiker († 1967)
- 19. Dezember: Mileva Maric, Mathematikerin und die erste Frau Albert Einsteins († 1948)
- 21. Dezember: Thomas Schneider, Automobolist († 1954)
- 24. Dezember: Otto Ender, österreichischer Politiker († 1960)
- 25. Dezember: Theodor Innitzer, Erzbischof der Erzdiözese Wien und Kardinal († 1955)

Gestorben


- 3. Januar: Pierre Larousse, französischer pädagogischer Schriftsteller (
- 1817)
- 5. Januar: Hermann Wilhelm Bödeker, evangelischer Pastor (
- 1799)
- 6. Januar: Friedrich Wilhelm I., letzter Kurfürst und souveräner Landgraf von Hessen-Kassel (
- 1802)
- 10. Januar: Jean Achille Deville, französischer Gelehrter (
- 1789)
- 12. Januar: Tongzhi, chinesischer Kaiser der Qing-Dynastie (
- 1856)
- 20. Januar: Maximilian Werner, badischer Politiker (
- 1815)
- 1. Februar: William Bennett, britischer Komponist und Pianist (
- 1816)
- 2. Februar: Ludwig Droste, deutscher Architekt und Stadtbaumeister (
- 1814)
- 11. Februar: Karl Friedrich von Savigny, preußischer Diplomat und katholischer Politiker (
- 1814)
- 15. Februar: Friedrich von Uechtritz, deutscher Dichter, Historiker und Genealoge (
- 1800)
- 17. Februar: Friedrich Wilhelm August Argelander, deutscher Astronom (
- 1799)
- 22. Februar: Charles Lyell, britischer Geologe (
- 1797)
- 22. Februar: Jean-Baptiste Camille Corot, französischer Landschaftsmaler (
- 1796)
- 7. März: Arthur Helps, englischer Schriftsteller (
- 1813)
- 7. März: John Edward Gray, britischer Zoologe (
- 1800)
- 19. März: Jean Baptiste Vuillaume, französischer Geigenbauer (
- 1798)
- 4. April: Karl Mauch, deutscher Afrikaforscher (
- 1837)
- 7. April: Georg Herwegh, revolutionärer deutscher Dichter des Vormärz (
- 1817)
- 11. April: Samuel Heinrich Schwabe, deutscher Astronom (
- 1789)
- 11. April: Andrew J. Hamilton, 12. Gouverneur von Texas (
- 1815)
- 21. April: Herbert Viktor Anton Pernice, Jurist (
- 1832)
- 30. April: Johann Friedrich Graf von Waldeck, französischer Antiquar, Kartograf (
- 1766)
- 1. Mai: Leonhard Kohl von Kohlenegg, österreichischer Schriftsteller und Schauspieler (
- 1834)
- 4. Mai: Heinrich Georg August Ewald, deutscher Theologe und Orientalist (
- 1803)
- 12. Mai: Heinrich von Hofstätter, von 1839–1875 Bischof von Passau (
- 1805)
- 17. Mai: John Cabell Breckinridge, US-amerikanischer General und Staatsmann (
- 1821)
- 22. Mai: Nuno José Severo de Mendoça Rolim de Moura Barreto, portugiesischer Politiker (
- 1804)
- 3. Juni: Georges Bizet, französischer Komponist (
- 1838)
- 4. Juni: Eduard Mörike, deutscher Lyriker und Erzähler (
- 1804)
- 13. Juni: Heinrich Louis d'Arrest, Astronom in Berlin, Leipzig und Kopenhagen (
- 1822)
- 20. Juni: Peter Karlowitsch von Uslar, russischer Ingenieur, Sprachforscher und Offizier (
- 1816)
- 27. Juni: Antoine-Louis Barye, französischer Bildhauer (
- 1795)
- 28. Juni: Josef Misson, österreichischer Mundartdichter (
- 1803)
- 29. Juni: Ferdinand I., Kaiser von Österreich (
- 1793)
- 9. Juli: